Sieben Schritte um den Weg erfolgreich zu beschreiten

Auf dem Weg: Gemeinsame Praxis angehen

Sobald Bedarfe ermittelt sind, die den Handlungsfeldern der Bildungsnetzwerke entsprechen und durch Angebote der Weiterbildung abgedeckt werden können, oder Projektideen ausgearbeitet sind, die auf das Interesse der Regionalen Bildungsbüros stoßen, kann die Erarbeitung erster gemeinsamer Projekte in Angriff genommen werden. Projekte sind wichtig, um den Mehrgewinn durch die Zusammenarbeit substanziell und somit erlebbar werden zu lassen. Auch ist es eine sinnvolle Möglichkeit, um sich als Akteur in Bildungsnetzwerken zu etablieren.

Erwartungshorizonte und Möglichkeiten abstecken:

Bevor mit der Planung des Vorgehens sowie der Verteilung von Aufgaben und Zuständigkeiten begonnen werden kann, müssen die Erwartungen an das Projekt geklärt werden; sowohl zwischen den Akteuren aus Weiterbildung, Bildungsbüro und ggf. Schule, aber auch in Rücksprache mit der eigenen „Szene“, innerhalb der eigenen Einrichtung und in Bezug auf die Ressourcen der beteiligten Personen.

Außerdem müssen die Beteiligten klären, welche Möglichkeiten ihnen zur Verfügung stehen: Welche Ressourcen können sie für das Projekt abstellen, welche Entscheidungsspielräume haben sie, gibt es  strukturelle Schwierigkeiten? Kurzum: Was ist von ihnen erwartbar? Ebenso sollten sich alle Seiten darüber im Klaren sein, welchen Stellenwert das Projekt für sie und den Kooperationspartner einnimmt.

Projektentwurf erarbeiten

Beispiel Bonn
Am Modellstandort Bonn konnten die Beteiligten von ihrem Erfahrungswissen aus dem Projektmanagement profitieren und einen mehrsäuligen Projektentwurf erarbeiten, der nicht nur kurzfristige, mittelfristige und langfristige Komponenten umfasst, sondern auch detailliert ausgearbeitete Projektablaufpläne. Insgesamt wurde genau darauf geachtet, dass die Projekte nicht zu einer Ausgrenzung einzelner Akteure führen, sondern alle in die Entwicklung eingebunden werden.

Auf dieser Grundlage kann dann der Projektentwurf erarbeitet werden. Hierfür kann es hilfreich sein, Wissen aus dem Projektmanagement heranzuziehen. So ist etwa ein möglichst detaillierter Überblick über die zu erledigenden Aufgaben und deren faire Aufteilung zu erstellen. Dabei sollten alle Akteure ihr fachliches Wissen einbringen können, und die Möglichkeiten, die die Kooperation eröffnet, sollten zur Geltung kommen.

Im Anschluss daran können Meilensteine definiert und ein Zeitplan erstellt werden. Dieser sollte den Ressourcen der beteiligten Akteure Rechnung tragen. Auch dieser sollte während des Projektes laufend verfeinert werden können. Außerdem ist zu klären, ob Treffen regelmäßig oder nur bei Bedarf stattfinden sollen. Ist Ersteres der Fall, dann ist zu bestimmen, in welchem Rhythmus Treffen stattfinden. Müssen neue Termine geschaffen werden oder gibt es schon geeignete, die genutzt werden können? Dabei ist es ratsam, eher klein zu beginnen und die Arbeit mit ersten Erfolgen auszuweiten.

Projektentwurf dem Lenkungskreis vorstellen

Zusammenarbeit mit Schulen
Besonders zu Projekten, die auf eine Zusammenarbeit mit Schulen abzielen, können die Vertreter/-innen von Schulaufsicht und Schulen auch eine fachliche Einschätzung geben. Wenn es inhaltlich sinnvoll ist, ist es auch möglich, Experten und Expertinnen aus anderen Bereichen hinzuzuziehen.

Ist der Projektentwurf zwischen dem Bildungsbüro, den Akteuren der Weiterbildung und gegebenenfalls den Kooperationspartnern abgestimmt, besteht der nächste Schritt darin, ihn dem Lenkungskreis vorzustellen. Dessen Einverständnis ist die Voraussetzung für die Realisierung.