Sieben Schritte um den Weg erfolgreich zu beschreiten

Bilanz ziehen: Ortsbestimmung vornehmen

Sind alle notwendigen Informationen eingeholt, sollte die Weiterbildung für sich entscheiden, wo sie in den Regionalen Bildungsnetzwerken am besten aufgehoben ist. Dies lässt sich nicht pauschal verorten, sondern muss immer das Ergebnis einer Auseinandersetzung mit den inhaltlichen Schnittstellen und den vorhandenen Ressourcen sein.

Entscheidungskriterien für Beteiligungen definieren:

Es geht also vor allem darum, zu prüfen, „was passt“, und inhaltlich begründete Entscheidungskriterien für die Beteiligung zu definieren. Wenn z. B. die Handlungsfelder zu wenige Überschneidungen mit den Aufgaben der Weiterbildung aufweisen, bleiben die Synergieeffekte aus. Andererseits können kleine Kooperationsprojekte einen Dialog mit dem Bildungsbüro in Gang setzen, der darin mündet, dass die Weiterbildung bei strategischen Entscheidungen mit berücksichtigt wird.

Gelungen ist die Kooperation also dann, wenn aus ihr Strukturen resultieren, die alle Beteiligten handlungswirksam werden lassen, Neues ermöglichen und in einer „zweigleisigen“ Zusammenarbeit münden, bei der die Weiterbildung ein Gefühl dafür bekommt, welche Beiträge für die Regionalen Bildungsnetzwerke sinnvoll sind, während diese die Potenziale der Weiterbildung bei der Festlegung der Handlungsfelder mit einbeziehen.

Teilnahme der Weiterbildung an der Bildungskonferenz:

In jedem Fall gehören die Einrichtungen der Weiterbildung in die Regionale Bildungskonferenz. Auch andere thematisch passende Veranstaltungen sollten genutzt werden, um Weiterbildungseinrichtungen stetig einzubinden. So kann das Feld der Weiterbildung ohne großen Zusatzaufwand in seiner Vielfalt einbezogen werden. Der Prozess soll schließlich auch dann als ein gemeinsamer begriffen werden, wenn nur einige Einrichtungen konkret mit dem Bildungsnetzwerk kooperieren.

Kooperationen an konkreten Schnittstellen/Projekten:

Bieten sich Handlungsfelder und Aktivitäten der Bildungsbüros an, können Kooperationen an konkreten Schnittstellen das Mittel der Wahl sein. Solch eine Zusammenarbeit kann verschiedenste Formen annehmen: Lehrkräften im zweiten Bildungsweg könnte die Teilnahme an Lehrerfortbildungen des Kompetenzteams angeboten werden; passende Weiterbildungsangebote können auf der Webseite der Bildungsbüros veröffentlicht werden. Perspektivisch sollten Weiterbildungseinrichtungen und Bildungsbüros konkrete Kooperationsprojekte anstreben.

Austausch auf Gremienebene:

Wenn es inhaltlich sinnvoll ist, kann ein Austausch auf Gremienebene zielführend sein. So könnten Vertreter/-innen des Bildungsbüros eingeladen werden, an Treffen des Arbeitskreises Weiterbildung teilzunehmen. Andersherum wird es bei vielen Themen Sinn machen, Vertreter/-innen der Weiterbildung in die Lenkungskreise einzuladen oder ihnen einen ständigen Sitz einzuräumen. Abgesehen vom gegenseitigen Besuch von Gremien können gemeinsame runde Tische einberufen werden.

Eine weitere Möglichkeit der regelmäßigen Zusammenarbeit sind Arbeitsgruppen oder Fachforen, in denen Themen wie „Lebenslanges Lernen“, Inklusion etc. bildungsbereichsübergreifend bearbeitet werden können.